Saison 2011
SG Dabrun. Kreisliga Frauen (Freizeitliga). Spielplan. Zeitungsberichte
 
 
Tabelle
 
Pos.  Meisterrunde Spiele g u v Tore Diff. Punkte
1 SV Allemannia Jessen 3 3 0 0 9:3 6 9
2 SG Seyda/Battin 3 2 0 1 11:4 7 6
3 SV Rot-Weiß Kemberg 3 1 1 1 3:2 1 4
4 SG Dabrun 3 1 1 1 4:6 -2 4
5 SV Graf Zepp. 09 Abtsdorf 4 0 0 4 3:15 -12 0

 
 
Spielplan
 
Nr Datum Begegnung HZ End
1 15.05 SG Dabrun - SV Graf Zeppelin Absdorf       2 : 2
2 05.06 FSV RW Bad Schmiedeberg - SG Dabrun       2 : 1
3 26.06 SV Turbine Zschornewitz - SG Dabrun       2 : 3
4 03.07 SG Dabrun - SG Seyda/Battin       2 : 1
Saisonabbruch!      
1 28.08 SG Dabrun - SV Graf Zeppelin Abtsdorf       4 : 3
2 25.09 SG Seyda/Battin - SG Dabrun AF 3 : 0
3 09.10 SG Kemberg/Eutzsch - SG Dabrun       0 : 0
4 23.10 SG Dabrun - SV Allemannia Jessen       0 : 6

 
Nr Datum Kreispokal HZ End
VF 03.04 Freilos      
HF 21.04 SG Dabrun - FSV RW Bad Schmiedeberg       1 : 0
F 01.05 SG Dabrun - SV Allemannia Jessen       2 : 5

 
 
Allemannia wird erneut Hallenkreismeister der Freizeitliga
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 1. Mai 2011
 
"Allemannia Jessen ist auch in dieser Saison der Maßstab im Frauen-Fußball im Landkreis Wittenberg. Sonntagnachmittag machten die Damen von Trainer Jens Schramm den zweiten Pokalsieg in Folge perfekt. Gegen die SG Dabrun setzten sich die Elsterstädterinnen im Finalspiel in Elster 5:2 durch. Damit rundeten sie eine perfekte Saison ab. Denn auch der Titel in der Frauen-Freizeitliga und der Pokal für die beste Hallenfußballmannschaft gingen an die Schwarze Elster.
 
Die Frauen begannen recht flott. Und in den ersten dreißig Minuten schien es durchaus so, als wenn die SG Dabrun, trainiert von Tobias Klier, die Favoritinnen ärgern könnte. Es begann gleich in der zweiten Minute ernst zu werden. Die Jessenerin Nicole Hanke fackelte nicht lange und nutzte die erste Tormöglichkeit gleich zum ersten Treffer. Dabrun juckte dies jedoch nicht. Denn gleich anschließend drehte Ulrike Pölitz zur Jubelrunde ab. Vermasselt hatte den Gegentreffer Allemannia-Keeperin Diana Peetz, die in dieser Situation den Ball einfach nicht in den Griff bekam. In der siebenten Minute brannte vor dem Dabruner Gehäuse die Luft, Schlussfrau Susanne Natho rettet jedoch. Eine Minute später war sie allerdings machtlos beim Angriff von Julia Schramm. Die junge Jessenerin versenkte das Leder knallhart in die Maschen.
 
Danach pegelte sich die Begegnung auf einem durchaus ausgeglichenen Niveau ein. Jessen drückte zwar nach vorn, wollte die Vorentscheidung. Doch die Damen von Coach Tobias Klier hielten gut dagegen. Immer wieder rückte Keeperin Natho dabei in den Mittelpunkt des Geschehens. Mehrfach sorgte sie dafür, dass ihre Mannschaft im Spiel blieb. Als sich alle fast schon auf die Pause einstellten, meldete sich das SG-Team richtig zurück. Angriff Dabrun, Saskia Hügli stand an der richtigen Stelle, zog eiskalt ab und besorgte so in der 28. Minute das 2:2. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Für zunächst klare Verhältnisse aus ihrer Sicht sorgten die Allemannia-Frauen mit dem dritten Treffer. Jasmin Wilhelm war für das Tor unmittelbar vor dem Pausenpfiff verantwortlich (30.).
 
Erst nach dem Seitenwechsel begannen die Favoritinnen von der Schwarzen Elster, sich deutlicher abzusetzen. Kontrahent Dabrun ließ die im ersten Abschnitt sichtbare Gegenwehr immer mehr vermissen. Die Entscheidung fiel in der 43. Minute. Allemannia Jessen stürmte erneut in den gegnerischen Strafraum, diesmal war es Katrin Blei, die den Angriff mit dem vierten Tor abschloss. Von der SG-Mannschaft war von jetzt an nur noch selten etwas Nennenswertes zu erleben. Pässe fanden so gut wie gar nicht mehr ihr Ziel, immer wieder wurden eigene Aktionen von den Jessenerinnen unterbunden. Sie verfügten in der Schlussphase über die eindeutig besseren Kraftreserven.
 
Und hatten auch noch einmal einige Chancen auf dem Fuß. Eine der größten vergab wiederum Katrin Blei. Ihr Schuss in der 51. Minute ging knapp am Pfosten vorbei. Dies gelang sieben Minuten später Carmen Hennersdorf besser. In der letzten Angriffsaktion dieses Pokalfinales ließ sie sich nicht mehr aufhalten. Lohn war der fünfte Treffer für ihre Mannschaft. Die drehte zwei Minuten später nach dem Abpfiff so richtig auf. Die Feierlust der Kickerinnen bekam natürlich Trainer Jens Schramm am deutlichsten zu spüren. Seine Mädels bedankten sich bei ihm mit einer ordentlichen Sektdusche."

 
 
Meisterschaft 2011
Auszug aus der Webseite des Kreisfachverband Fussball Wittenberg
 
Für alle überraschend meldeten sich Turbine Zschornewitz und RW Bad Schmiedeberg mitten in der Saison ab. Da schon zu Saisonbeginn der SV Eiche Ragösen seine Mannschaft zurückzog und RW Kemberg und Fortuna Eutzsch sich zusammenschlossen, stand man auf einmal nur noch mit 5 Teams da. Auf einer kurzfristig einberufenden Versammlung entschied man sich dann dafür, die bisher gespielten Partien zu annullieren und eine neue, verkürzte Serie zu starten. Ab dem 28.08.11 spielen die noch teilnehmenden Teams in einer einfachen Serie den Meister 2011 aus. Wie es in der kommenden Saison weitergeht ist noch offen, da abgewartet wird wie viele Mannschaften sich anmelden.
 
 
Laufen Liga die Frauen weg?
Auszug aus der Mitteldeutsche Zeitung vom 25. Oktober 2011
 
Die Fakten sind schnell berichtet. Mit dem fünften Spieltag endete am Sonntag die kurze Saison in der Fußball-Frauen-Freizeitliga. In der sich erneut die Allemannia-Truppe aus Jessen den Titel sicherte. Die SG Kemberg / Eutzsch, SG Seyda / Battin, SG Dabrun und Graf Zeppelin Abtsdorf folgen auf den weiteren Plätzen.
 
Aber es bleiben Fragen: Laufen der Liga etwa die Frauen weg und wenn ja, warum? Hat sie überhaupt eine Zukunft? Denn in dieser Saison musste der Spielbetrieb eingestellt und mit einem anderen Modus Ende August neu gestartet werden. Grund: Die drei Vertreter aus dem Brandenburger Raum hatten gleich zu Beginn ihre Teilnahme abgesagt. Dann wurden drei Spieltage im Mai und Juni absolviert, und plötzlich waren wieder welche weg. Rot-Weiß Bad Schmiedeberg und Turbine Zschornewitz zogen sich ganz zurück (sie wechselten in die Frauen-Kreisliga des Fachverbandes Anhalt-Bitterfeld). Und Kemberg und Eutzsch schlossen sich aus Personalmangel zu einer Spielgemeinschaft zusammen.
 
Notvariante nach Weggängen
 
Laut Gertraud Geipel, Verantwortliche Frauenfußball Kreisfachverband Wittenberg, keine schöne Entwicklung. Aber das der Liga die Frauen davonlaufen, lässt sie nicht gelten. "Es freut niemanden, wenn sich ein Teilnehmerfeld so stark reduziert. Dies stellt aber nicht die Liga in Frage". Auch nicht bei nur noch fünf Teams? "Nein, auch dann nicht. Die Notspielvariante wurde nur durch die Absagen und Weggänge nötig. Und die kamen ja größtenteils zustande, da Vereine keine Mannschaften bilden konnten." Dass Bad Schmiedberg und Zschornewitz aus anderen Gründen gingen, weiß Gertraud Geipel natürlich. Für sie kein Grund, an der Freizeitliga zu zweifeln. "Wir werden keine professionelle Kreisliga auflegen", schließt sie mit Blick auf die beiden Clubs aus. "Wir haben dieses Thema bereits mit den verbliebenen Mannschaften besprochen. Alle wollen, dass der Aspekt Freizeitfußball so erhalten bleibt." Noch diskutiert werden muss, wie sich die Liga kommendes Jahr aufstellt. Geipel: "Ich hoffe, und dies deutet sich an, dass wir dann wieder ein paar Teams mehr sind. Und es wird auf jeden Fall eine Hin- und Rückrunde geben."
 
Diana Peetz, Spielerin bei Allemannia Jessen, wünscht sich genau das. "Nur einmal gegeneinander zu spielen reicht nicht." Auch trage man in Jessen die Ansicht Gertraud Geipels mit, es bei einer Freizeitliga zu belassen. "Eine Kreisliga löst keine personellen Sorgen", stellt sie klar. "Im Gegenteil, da wäre der Zeitfaktor noch aufwändiger, was weitere Mannschaften abschrecken könnte."
 
Es wurde zu langweilig
 
Andere sind nicht dieser Meinung. So sagt Bernd Gottschalk, Präsident FSV Bad Schmiedeberg, deutlich, "dass die Liga aus meiner Sicht Probleme hat." Er erklärt warum. "Sicher gibt es bei Vereinen Personalsorgen. Doch nehmen wir unsere Frauenmannschaft. Wir haben gewechselt, weil die Liga seit Jahren auf einer eingefahrenen Schiene läuft, es kam Langeweile auf. Und Zuschauer gab es fast nie." Auch fehlte der Reiz einer echten Meisterschaft, so der FSV-Präsident. "Es ist letztendlich nur eine großes Freizeitturnier."
 
Doch auch der Wohlfühlfaktor spiele eine Rolle. "Den haben wir beim Wittenberger KFV vermisst." Sein Tipp? "Einmal grundsätzlich über Art und Modus nachdenken. Und den Mut haben, auch über neue Verantwortlichkeiten zu sprechen." Kämen die Schmiedebergerinnen dann zurück? Gottschalk lacht und meint: "Das müssten die Frauen selbst entscheiden. Aber man soll ja nie nie sagen."